Modalverben im Deutschen

Neben den „normalen“ Vollverben existieren auch die so genannten Modalverben im Deutschen. Diese Hilfsverben geben dem Satz eine Art zusätzliche Bedeutung. Die wichtigsten Modalverben sind können, dürfen, wollen, müssen und sollen. Nachfolgend werden jene wichtigen Verben genauer erklärt, definiert und ihre Bedeutung und Wichtigkeit an Beispielen demonstriert.

Modalverben stehen in einem Aussagesatz an der zweiten Position und werden nach Numerus und Genus des Subjekts konjugiert. Das Vollverb des Satzes steht dann im Infinitiv am Ende der Aussage: „Ich muss in die Schule gehen.“

Das Modalverb müssen

Das Modalverb „müssen“ drückt aus, dass eine Art Verpflichtung oder Sicherheit vorliegt. Einerseits kann so gezeigt werden, dass die Äußerung einen verpflichtenden „Befehl“ darstellt: „Du musst diese Aufgabe bis Montag lösen!“
Andererseits kann damit auch eine zweifellose und überzeugte Meinung formuliert werden. Man ist sich also äußerst sicher, dass der nachfolgende Satz und die damit verbundene Aussage richtig sind: „Die Frau dort drüben muss Angela Merkel sein!“

Das Modalverb sollen

Das Modalverb „sollen“ wird zum einen zur Wieder- und Weitergabe von Gesagtem und Gerüchten verwendet. Wenn man also etwas gehört oder gelesen hat und dies noch einmal wiederholen möchte, kann man dazu „sollen“ zur Hilfe nehmen: „Klaus soll der beste Bäcker sein.“
Außerdem wird dieses Modalverb auch bei Ratschlägen und höflichen Hinweisen oder Bitten eingesetzt. So rät zum Beispiel der Doktor: „Sie sollten weniger rauchen.“

Das Modalverb können

Auch das Modalverb „können“ wird in Sätzen geäußert, die etwas Unsicheres oder Eventuelles darstellen sollen. Wenn also die Möglichkeit besteht, dass etwas zutrifft oder man etwas vermutet, man sich aber nicht hundertprozentig sicher ist: „Der Mann könnte aus Italien stammen.“
Ebenso taucht „können“ auf, wenn wir über Fähigkeiten oder Möglichkeiten sprechen: „Ich kann sehr gut schwimmen.“ „Wir können heute in den Zoo oder ins Kino gehen.“

Das Modalverb dürfen

Bei der Verwendung von „dürfen“ liegt ebenso eine Annahme oder Vermutung vor. Der Sprecher schätzt oder glaubt also, dass seine Äußerung wahr ist: „Der Diamant dürfte viel wert sein.“

Allerdings drückt dieses Modalverb auch eine „Erlaubnis etwas zu tun“ aus. Dies ist beispielsweise oft in Konversationen von Eltern mit ihren Kindern zu finden oder im Straßenverkehr, da dort bestimmte Regeln gelten: „Du darfst heute bis 10 Uhr bei deiner Freundin bleiben.“ „Hier darf man geradeaus fahren.“

Wie man sieht, sind die deutschen Modalverben vielseitig einsetzbar und werden in alltäglichen Konversationen sehr häufig verwendet.

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